Mittwoch, noch viel zu früh am Morgen:
Die IHK-Köln hat zur Zwischenprüfung eingeladen.
Also machte ich mich frühzeitig auf den Weg
Richtung Innenstadt. Meine Rechnung, frühzeitig
am Prüfungsort einzutreffen, wurde mal wieder
beinahe durch die Effektivität der KVB auf die
Probe gestellt. Natürlich musste es an einem
wichtigen Termin zu "technischen Problemen" kommen, sodass die ohnehin schon unpünktliche Bahn noch später kam. Just-in-Time, so wie es heut zu Tage üblich ist, kam ich dann leicht genervt am Prüfungsort an. Vor Ort tummelten sich so gut wie alle Prüflinge. Jene hatten vom Ablauf genau so wenig Ahnung, wie ich.
Also ging es erstmal zu den bekannten Gesichtern aus meiner Klasse. Dort wurde dann noch ein wenig geplaudert und über die Leichtigkeit der Prüfung gewitzelt.
Denn wenn selbst der uns am wohlsten gesonnene Lehrer sagt, dass man für die Zwischenprüfung "eigentlich nur den Stadtanzeiger lesen können muss", kann die Prüfung ja nicht so schwer werden.
Nach einigem Warten ging es dann endlich - mit ca. 15 Minuten Verspätung - los.
Im Saal angekommen stellte man recht schnell fest:
Es gab mehr Prüflinge als Plätze im Saal!
Es hatte den Anschein, dass die IHK ebenfalls von ihren eigenen Terminen überrascht wurde.
Sowas kennt man bisher eigentlich nur von der KVB und deren ständige Überraschtheit
bei den Heimspielen des FC.
Nachdem nun die Zuständige "Prüfungskommission" (welche genau so motiviert aussah,
wie ich es war) informiert wurde, gab es - schon fast reflexartig - die ersten Ausreden.
Nachdem nun hektisch herum telefoniert wurde, traf nach weiteren 15 Minuten ein
Herr von der IHK auf, welcher mit der selbsternannten Kommission über das weitere
Verfahren beratschlagte. Daraufhin kam eigentlich das, was man selbst hätte machen
sollen: Die "Platzlosen" - zu denen auch meine Wenigkeit gehörte - wurden im größeren
Nebensaal untergebracht.
Als sei das nicht schon chaotisch genug, waren natürlich, wie sollte es auch anders sein,
zu wenige Aufgaben- und Lösungsbögen da. Nach einem weiteren hin und her, konnten wir
nun endlich die ach so schwere Prüfung, mit rund 45 Minuten Verspätung beginnen.
Die Prüfung an sich war nicht besonders schwer. Stadtanzeiger lesen können, reichte
vollkommen aus.
Nach rund 1 Stunde gab ich meine Sachen ab und machte mich leicht genervt auf den
Heimweg. Dort wurde sich dann noch mit anderen Prüflingen über das
organisatorische Geschehen lustig gemacht.
Alles in allem war der heutige Tag kein guter für IHK Köln.
Wenn man schon die Prüfung plant, dann sollte man auch zusehen, dass alle
Fachkräfte in den jeweiligen Stellen bescheid wissen. Dieses war heute, zu mindest bei
uns, nicht der Fall. Während alle Lehrer und auch alle Infosachen, die man so im Netz
findet von einer guten Vorbereitung reden, wäre es in erster Linie ratsam gewesen,
dass sich die Organisatoren selbst besser vorbereitet hätten.
Wir reden hier von einer Zwischenprüfung - ohne die gibt es keine Zulassung zur
Abschlussprüfung! - und nicht von einem Kaffeeklatsch des örtlichen Kegelclubs.
Aber wie heißt es doch so schön:
PLANUNG IST DAS HALBE LEBEN!



